Wann wird Übergewicht gefährlich?
Nicht jedes Kilo zu viel ist gleich ein Gesundheitsrisiko – aber ab einem bestimmten Punkt steigt die Gefahr deutlich. Ab einem BMI von 30 spricht man von Adipositas, und die Risiken für Folgeerkrankungen nehmen exponentiell zu. In Deutschland sind rund 25 % der Erwachsenen adipös. Die gute Nachricht: Schon eine moderate Gewichtsreduktion von 5–10 % senkt das Risiko erheblich.
BMI-Bereiche und ihre Bedeutung
Normalgewicht: BMI 18,5–24,9. Übergewicht (Präadipositas): BMI 25–29,9 – leicht erhöhtes Risiko, besonders bei Bauchfett. Adipositas Grad I: BMI 30–34,9 – deutlich erhöhtes Risiko. Adipositas Grad II: BMI 35–39,9 – hohes Risiko. Adipositas Grad III: BMI ab 40 – sehr hohes Risiko. Entscheidend ist neben dem BMI auch der Taillenumfang: ab 88 cm bei Frauen und 102 cm bei Männern steigt das Risiko zusätzlich.
Folgeerkrankungen
Diabetes Typ 2 (80 % der Betroffenen sind übergewichtig), Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall), Gelenkprobleme (Knie, Hüfte, Rücken), Schlafapnoe, Fettleber, bestimmte Krebsarten und psychische Belastung. Mehr zur medizinischen Einordnung unter Was ist Adipositas?.
Wann zum Arzt?
Bei einem BMI ab 30, bei Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck oder erhöhten Blutzuckerwerten, bei Atemnot bei Alltagsaktivitäten, bei Gelenkschmerzen durch das Gewicht und bei psychischer Belastung durch das Übergewicht. Der Hausarzt ist die erste Anlaufstelle und kann weitere Diagnostik veranlassen.
Die gute Nachricht
Jede Veränderung zählt. Schon 5–10 % Gewichtsverlust verbessern Blutzucker, Blutdruck und Cholesterinwerte messbar. Es geht nicht um Idealgewicht, sondern um gesundes Essverhalten. Starte jetzt mit Strategien gegen Essimpulse.
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